Mentoren

Die Kurse des FBK-Förderprogramms werden durch engagierte Berufs- und Fachleute durchgeführt. Die Lernumgebung soll und kann sich dadurch grundlegend von der Schulumgebung unterscheiden.

Die Mentoren sind Persönlichkeiten aus den verschiedensten Fachbereichen. Sie haben Freude an ihrer Arbeit und es fasziniert sie, mit Kindern zu arbeiten, die sich für Aussergewöhnliches interessieren.

Unsere Mentoren

Unter anderem stehen uns folgende Mentoren zur Verfügung:

  • Chri Frautschi, Kunstschaffender, Biel (www.chrifrautschi.ch)
  • Dr. Norbert Furrer, Dozent, Historisches Institut Uni Bern
  • Piching Herrmann, Bachelor of Arts Taipeh, Interlaken
  • Stefan Hösli, lic.rer.pol., Gründer und Inhaber des „Drachenäscht“ (www.drachenaest.ch) Bern
  • Andreas Jaun, Zoologe, Spiez
  • Martin Kernen, Dipl. Physiker, Steffisburg
  • Roland Lehmann, Dipl. Physiker, Bern
  • André Lombard, Dipl. Mathematiker, Geschäftsführer Schweizerischer Schachbund, Schachlehrer
  • Gisela Meyer Stüssi, lic.phil.I., Gymnasiallehrerin Freies Gymnasium Bern
  • Thomas Moll, freischaffender Filmemacher, Bern
  • Peter Mürner, Professor, Dr., Mathematiker und Zauberer (www.siderato.ch)
  • Marcel Prohaska, Astronom, Belp
  • Matthias Stähli, Schulleiter, Schliern
  • Tina Uhlmann, Ethnologin / Journalistin (www.bernerzeitung.ch)
  • Babu Wälti, Künstler, Bern
  • Anne-Marie Haller, Filmemacherin, Bern

Wir passen unser Mentoren-Netz laufend an die aktuellen Bedürfnisse an.

Was macht einen guten Mentor aus?

Auszug aus einem Gespräch zwischen Ron Knobel, Michael Shaghnessy mit Joseph Renzulli, übersetzt von Frau Dr. Silvia Grossenbacher, Netzwerk Begabungsförderung. Den ganzen Artikel finden Sie unter:
http://www.begabungsfoerderung.ch/fundus/renzulli.pdf

Welches sind die Merkmale eines guten Mentors, einer guten Mentorin und

eines guten Mentoringprogrammes?

Was Mentor/innen auszeichnet, ist, dass sie zuerst und vor allem Expert/innen auf ihrem Gebiet sind. Ich habe Mentoringprogramme gesehen, in denen Erwachsene rein zufällig Kindern zugeteilt wurden, ohne Rücksicht auf Spezialisierung oder Übereinstimmung von Interessen. Solche Programme lassen das Konzept Mentoring zu besserer Aufgabenhilfe verkommen.

An der Universität von Connecticut bieten wir ein Programm an; vielleicht hätte ich es meiner Liste von wirklich wichtigen Leistungen beifügen sollen. Es nennt sich die «Yukon Mentor Connection». In dieses Programm kommen junge Menschen, um mit Menschen auf ihrem Interessengebiet Forschungserfahrungen «aus erster Hand» zu machen.

Wissenschafter/innen der Spitzenklasse haben diese Jugendlichen fast wie Assistent/innen an ihrer Seite. So sind sie in manchen Fällen eher Doktorand/innen vergleichbar als Mittelschüler/innen.

Ich denke zum einen, dass ein solches Zusammentreffen von jungen Leuten, die sich brennend für etwas, sagen wir auf dem Gebiet der Biotechnologie, interessieren, mit Menschen, die dieses Gebiet nicht nur lehren, sondern darin forschen, ihnen viel mehr bringt, als sie im Unterricht oder aus einem Lehrbuch oder in einem Tutorat profitieren könnten, wenn sie beispielsweise Stichproben zusammenstellen, Experimente durchführen und ähnliches machen können.

Zum zweiten denke ich (und daran halten wir uns bei der Auswahl) Mentor/innen müssen Menschen sein, die mit jungen Leuten arbeiten wollen.
Viele Leute, die wirklich Expert/innen sind auf einem Gebiet, ziehen es vor, allein oder mit anderen Erwachsenen zu arbeiten. Ich denke, wir haben Leute getroffen, die es ausserordentlich schätzen, mit Menschen zu arbeiten, von denen sie hoffen, dass sie zum Nachwuchs gehören werden. Alle Menschen, die sich einem Gebiet wirklich verbunden fühlen, sind in einem gewissen Sinne Bekehrer; sie wollen die nächste Generation dazu bringen, ihr Gebiet, ihren Gegenstand, ihre Forschung zu lieben und zu bewundern. Das ist meines Erachtens die andere Seite, die affektive Seite, die so wichtig ist. Diese beiden Merkmale machen gute Mentor/innen und gute Mentoringprogramme aus.

Ich meine, es muss viele Gelegenheiten zum Geben und Nehmen geben, sowohl für Mentor/innen wie für die Jugendlichen, mit denen sie arbeiten. Und auch zwischen Menschen, die auf verschiedenen Gebieten arbeiten, so dass sie Erfahrungen und Ideen austauschen können. Auch diesem Aspekt tragen wir im «Mentor Connection Programm» Rechnung.